Der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Uwe Brandl (CSU), hat die Forderung der SPD nach einer Erleichterung des Familiennachzuges scharf kritisiert. "Es scheint in Teilen der SPD nicht angekommen zu sein, dass die Kommunen mit dem Rücken zur Wand stehen", sagte Brandl dem "Tagesspiegel" am Donnerstag. "Wer für einen umfänglichen Familiennachzug ist, muss dafür sorgen, dass dann der Wohnraum zur Verfügung steht und das Personal, um die notwendigen Integrationsleistungen tatsächlich zielführend zu erbringen." Wer für den Familiennachzug im Sinne der SPD-Spitze sei, müsse auch die Infrastruktur an Schulen und Kindergärten dafür sicherstellen, so Brandl. Unter anderem fordert die Parteispitze darin, den seit 2016 ausgesetzten Familiennachzug auch für subsidiär Schutzbedürftige etwa aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan wieder zu ermöglichen.
Source: Der Tagesspiegel December 08, 2023 12:50 UTC