Nach Angabe der Bankenorganisation IIF flossen in diesem Monat 14,6 Milliarden Dollar aus den Aktienbörsen der Schwellenländer ab: Das ist der schlechteste Wert seit Juni 2013, als der damalige US-Notenbankchef die Märkte mit Überlegungen zu einer strengeren Geldpolitik überraschte. Hinzu kommt: Mit einem Einbruch von mehr als zehn Prozent im Mai zeigte auch der Öl-Markt an, dass die Investoren Angst vor einer Rezession haben. Kurzfristiger Auslöser der schwachen Kurse war die Ankündigung von Donald Trump, das Nachbarland Mexiko mit Zöllen unter Druck zu setzen. Ökonom Michael Feroli von JP Morgan verweist darauf, dass Mexiko nach Kanada der zweitgrößte Handelspartner der USA ist. Doch in den USA hat sich dieses Verhältnis teilweise umgekehrt: Staatsanleihen mit dreimonatiger Laufzeit werfen derzeit mehr ab als zehnjährige Anleihen.
Source: Handelsblatt June 02, 2019 15:22 UTC