Nach Scheingeschäfte soll es bei dem deutsch-südafrikanischen Möbelhersteller zu Bilanzmanipulationen in Milliardenhöhe gekommen sein. Im Wirbel um Wirecard wird hierzulande oft übersehen, dass es mit dem deutsch-südafrikanischen Handelskonzern Steinhoff noch einen anderen Bilanzskandal in einer Milliarden-Größenordnung gibt. Staatsanwälte aus Oldenburg sind von 2015 an dem Verdacht der Bilanzfälschung beim einst zweitgrößten europäischen Möbelhersteller mit Wurzeln im niedersächsischen Westerstede nachgegangen. Am Donnerstag gab die Behörde bekannt, dass sie vor dem Landgericht Oldenburg gegen drei frühere Steinhoff-Manager wegen Bilanzmanipulation in Milliardenhöhe Anklage erhoben hat. Nach Auffassung der Strafverfolger weisen die Bücher von Steinhoff weitere 820 Millionen Euro durch eine überhöhte Darstellung erworbenen Immobilienvermögens aus.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung March 05, 2021 16:01 UTC