Es ist diese Erkenntnis, die die Reise des Bundespräsidenten nach Israel geprägt hat. Steinmeier verzichtet auf Begegnung mit regierungskritischen NGOsEs war das erste Mal, dass Frank-Walter Steinmeier als Staatsoberhaupt nach Israel kam, als Außenminister hatte er das Land knapp ein Dutzend Mal besucht. Und Steinmeier traf sich mit Amoz Oz, dem Schriftsteller, und anderen Vertretern der Zivilgesellschaft, als wolle er Netanjahu sagen und zeigen, was eben gelebte Demokratie sein sollte. Indem er kam, erweckte er eine Weisheit des frommen Rabbi Israel Ben Eliezer zum Leben, der in der ersten Hälfte des 18. Menschen, die sich als „Gerechte unter den Völkern“ während der NS-Zeit für jüdisches Leben eingesetzt hatten.
Source: Der Tagesspiegel May 08, 2017 17:03 UTC