„Was stimmt, das ist: Populismus und Nationalismus sind seit ein paar Jahren wieder stärker und greifen die Aufklärung an“, sagte Steven Pinker, Psychologe und Kognitionswissenschaftler an der Harvard Universität, auf der Technologiekonferenz DLD in München. Allerdings stimme weder die Diagnose, dass die Welt in eine „Post-Wahrheits-Ära“ übergegangen sei, noch die, dass sich die Menschen meistens irrational verhielten. Luigi Zingales, ein Ökonom an der Chicago Booth School, argumentierte dafür, dass der Staat reguliert oder diesen Unternehmen das wenigstens androht. Der langjährige New Yorker Büroleiter der Wirtschaftszeitung „Economist“ sagte auf der DLD-Konferenz, er halte den gegenwärtig wachsenden Gegenwind für die Tech-Branche nicht für ein vorüber gehendes Phänomen, sondern für ein dauerhaftes. Bishop vermutet, dass der Druck auf die Tech-Branche weiter zunehmen werde, weil einerseits mehr Ökonomen sich nach längerer Abstinenz wieder Fragen des funktionierenden Wettbewerbs und der Monopole zuwenden würden.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung January 22, 2018 16:38 UTC