Weil sie auf hohen Stornokosten für die Absage der Abibälle sitzenzubleiben drohen, haben sich Landesschüler- und Landeselternausschuss hilfesuchend an den Senat und die Schulrätekonferenz gewandt. Im Zentrum der Kritik steht dabei die Agentur Abiplaner, die seit über 15 Jahren Abibälle organisiert und in Berlin Marktführer ist. So würden die Abiturienten, die als Vertragspartner aufträten, unter hohen Druck gesetzt, Vertragsänderungen zuzustimmen, die hohe Kosten ohne Nutzen verursachten. Inhaber Marco Worm sagte dem Tagesspiegel, man habe sich mit der Verbraucherzentrale zusammengesetzt, um eine faire Lösung zu finden. Ein Schüler, gerade erst voll geschäftsfähig geworden, unterschreibt dann den Vertrag - und läuft Gefahr, auf hohen Kosten sitzenzubleiben, wenn weniger Ballkarten verkauft werden als einkalkuliert waren.
Source: Der Tagesspiegel June 15, 2020 18:45 UTC