In die Debatte um den seit der Maaßen-Affäre wieder umstrittenen Verfassungsschutz hat sich ein hochrangiger Mitarbeiter des Nachrichtendienstes eingeschaltet. Der Chef des Verfassungsschutzes in Nordrhein-Westfalen, Burkhard Freier, verwahrt sich gegen Forderungen, den Nachrichtendienst zu schrumpfen und hält vielmehr eine Stärkung für notwendig. Schon seit Jahren setzt sich Freier für den Ausbau der Kommunikation des Verfassungsschutzes mit Zivilgesellschaft und Wissenschaft ein, um Radikalisierung gerade bei jungen Menschen sowie die wachsende Mobilisierungsfähigkeit von Extremisten frühzeitig erkennen zu können. Der Verfassungsschützer wirbt zudem dafür, dass der Nachrichtendienst sich bundesweit stärker an Prävention beteiligt. Mehr zum Thema Debatte um "Hetzjagd" in Chemnitz Grüne fordern Neustart des VerfassungsschutzesFreier betont, am föderalen Aufbau des Verfassungsschutz sei „festzuhalten“.
Source: Der Tagesspiegel November 29, 2018 15:26 UTC