Noch peinlicher als die Auslobung von Amazon-Einkaufsgutscheinen für Testpersonen sind die überraschenden Qualitäten der beim ersten Gesichtserkennungs-Feldversuch am Bahnhof Südkreuz verwendeten Transponder. Sie senden mehr, als sie laut Einverständniserklärung der Freiwilligen dürften. Immerhin war die Datenschutzbeauftragte, die das Projekt der Bundespolizei jetzt kritisiert, seit Langem darin eingebunden. Dazu würde es gehören, die Freiwilligen ein erneuertes Formular unterzeichnen zu lassen. Da aber Behördenleiter, allen voran Innenminister, Fehler ungern zugeben, machen sie weiter, als wäre nichts.
Source: Der Tagesspiegel August 24, 2017 15:00 UTC