Der wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums hat am Montag ein Gutachten vorgelegt, das längeres Arbeiten im Alter und eine Begrenzung der Rentenerhöhungen vorsieht. Wegen der bevorstehenden Verrentung der Menschen aus den Babyboomer-Jahren steuere die Rente auf einen „Finanzierungsschock“ zu, sagte der Beiratsvorsitzende Klaus Schmidt. Sie legen fest, dass das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent sinkt und die Beiträge nicht über 20 Prozent steigen. Gemäß den derzeitigen Prognosen der Lebenserwartung werde mit einer solchen Regel 2042 ein Renteneintrittsalter von 68 Jahre erreicht, berechnete der Beirat. Allerdings gerate die Altersversorgung von Selbstständigen oder Langzeitarbeitslosen, die in den Hartz-IV-Bezug rutschen, in Gefahr, so der Befund der Arbeitsmarktforscher vom DIW.
Source: Der Tagesspiegel June 07, 2021 13:41 UTC