Mehr als 20 namhafte Suchtforscher kritisieren die Drogenpolitik der Bundesregierung als „unglaubwürdig, schädlich und anachronistisch“ und fordern das Kabinett auf, den Posten des Bundesdrogenbeauftragten mit Wissenschaftlern statt mit Parteipolitikern zu besetzten. Als Vorbild nennt Stöver die Schweiz: Dort werden Kleinmengen auch harter Drogen nicht verfolgt, Konsumenten können Pillen und Pulver straffrei auf Dosis und Streckmittel testen lassen. In Berlin plädieren selbst Drogenfahnder für eine Eigenbedarfsregelung bei harten Drogen; bislang gilt dies nur für Cannabis. Mehr zum Thema Im Rausch durch die Nacht Berlin hat den Kampf gegen die Drogen verlorenMit Blick auf ein von der Bundesregierung angeregtes Tabak-Werbeverbot sagte Stöver: „Gute Idee. Jedoch sollte Werbung für E-Zigaretten erlaubt bleiben.“ Schwerpunktmäßig geht es im neuen „Alternativen Sucht- und Drogenberichts“ um Tabak und Rauchen.
Source: Der Tagesspiegel July 02, 2019 15:11 UTC