Damals wurde unter anderem Präsident Recep Tayyip Erdogan wiedergewählt. Die CHP-Partei reagierte damit auf die Entscheidung der Wahlkommission, ihr den Sieg bei der Bürgermeisterwahl in Istanbul abzuerkennen. Wenn deshalb die Wahl von Ekrem Imamoglu in Istanbul fragwürdig sei, dann sei dies auch die Wahl von Recep Tayyip Erdogan am 24. Denn auch bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen seien »Zehntausende Menschen, die keine Staatsbedienstete waren, an Wahlurnen beschäftigt gewesen«. Damit müsse der Logik der Wahlkommission folgend nicht nur dem neuen Bürgermeister von Istanbul, sondern auch Staatspräsident Erdogan das Mandat aberkannt werden.
Source: Junge Welt May 08, 2019 13:30 UTC