Untereinander gespalten, von den Großmächten ausgenutzt oder im Stich gelassen, unterdrückt von den Staaten, in denen sie leben: Bisher war das das Schicksal der Kurden. Es scheint, dass die Kurden dazu verdammt sind, die ewigen Verlierer der blutigen Machtkämpfe im Nahen Osten zu bleiben. Der im Westen historisch bekannteste Kurde dürfte Sultan Saladin sein, der im 12. Auch den der konservativen Stammeskultur der Kurden im Nordirak läuft deren linke Ideologie zuwider. Als die Führung des nordirakischen Autonomiegebiets der Kurden 2017 ein Unabhängigkeitsreferendum abhielt, war die Folge ein Einmarsch der irakischen Armee und der Rücktritt der kurdischen Führung.
Source: Die Welt January 22, 2018 18:23 UTC