Sie war in einem Auktions-Katalog aus dem Jahr 1936 abgebildet, als die Sammlung des jüdischen Ehepaars Agathe und Ernst Saulmann für 40.000 Reichsmark versteigert worden war. Seit vergangenem Jahr weist die Plakette unter der Skulptur im Berliner Bode-Museum die wahre Herkunft nach. Felix de Marez Oyens, der Stiefsohn von Agathe Saulmann, lobt dies als einen „ehrlichen Versuch, auch die schreckliche Ungerechtigkeit wiedergutzumachen, die unserer Familie widerfahren ist“. Wie weit ist die Restitution, die Rückgabe der in der Zeit des Nationalsozialismus geraubten Kunst, vorangekommen? Allerdings bleibt noch reichlich zu tun, denn von den 200 Kunstwerken der Sammlung Saulmann wurde bisher nicht einmal ein Dutzend restituiert.
Source: Der Tagesspiegel December 13, 2019 15:56 UTC