Es war von ihrer „stoischen Ruhe“ zu hören und wie sie sich „Disziplin auferlegt“. Dieser könnte als Effekthascherei allerdings auf genauso tönernden Füßen stehen, wie der schon jetzt legendäre „Schulz-Effekt“ als mediale Dauerschleife der vergangenen Monate. Die Nominierung von Martin Schulz war offensichtlich der Versuch, den Verlust Nordrhein-Westfalens auf den letzten Metern noch zu verhindern. So hielt der Schauspieler und langjährige SPD-Wähler Ulrich Matthes die Zurückhaltung von Schulz für einen politischen Fehler. Für Christiane Hoffmann, Hauptstadtkorrespondentin des „Spiegel“, konnte Schulz den Impuls nicht nutzen, den seine Nominierung bedeutet hatte.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 16, 2017 05:03 UTC