Da war es gestern Abend fast schon ein Akt der Aufklärung, wenn die Pädagogin Ingrid Freimuth die eigentliche Herausforderung der Schulen schilderte. Insofern wäre die gegenwärtige Bundeswehr fast schon wieder als Vorbild zu verstehen: die „Schulen der Nation“ sind in einer desolaten Verfassung. Nur müssen sich die allgemeinbildenden Schulen immerhin nicht über die Einsatzfähigkeit ihrer Panzer und Hubschrauber sorgen. Nämlich die Schulen mit gesellschaftspolitischen Aufgaben zu betrauen, wo am Ende jeder Interessent seine politischen Präferenzen im Lehrplan unterzubringen versucht. So verwies die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) auf die fehlende Erziehungskompetenz in Elternhäusern, die Schulen kompensieren müssten.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung April 06, 2018 04:41 UTC