Das beweist am Freitagabend die chinesische Regisseurin Xiang Zi, als sie in der Volksbühne an das Plexiglas-Pult tritt. Sie hat mit ihrem Debütspielfilm „Dog barking at the Moon“ den Jury Award gewonnen, einen der Teddy-Preise für die besten queeren Berlinale-Filme. Das auf mehreren Zeitebenen spielende Familiendrama um einen schwulen Professor mit jungem Liebhaber erzählt Xiang Zi aus der Sicht seiner schwangeren Tochter und seiner Frau, die immer tiefer in den Fängen einer buddhistischen Sekte versinkt. Regisseurin Xiang Zi wird sich mit ihrem regierungskritischen Kommentar sicher nicht ins Herz des Zensors katapultiert haben. Nächstes Jahr dann vielleicht – die Solidarität der Festivalleitung ist beim Teddy sicher willkommen.
Source: Der Tagesspiegel February 16, 2019 15:41 UTC