Das Militär in Thailand hat sich 2014 an die Macht geputscht und die gewählte Regierung abgesetzt. Mehr als vier Jahre nach dem Militärputsch in Thailand soll in dem südostasiatischen Königreich im kommenden Jahr wieder ein Parlament gewählt werden. Eine vollständige Wiederherstellung der Demokratie bedeutet der Urnengang jedoch nicht, da das Militär in der Zwischenzeit die Verfassung auf sich zugeschnitten hat. Unmittelbar nach dem Putsch hatte Junta-Chef Prayut eine Übergabe der Macht an eine Zivilregierung binnen 18 Monaten versprochen. Die Junta hatte ihren Putsch und die neue Verfassung – die 20. in Thailand seit 1932 – damit gerechtfertigt, beides sei notwendig für die Wiederherstellung der politischen Stabilität nach jahrelangen Unruhen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 10, 2017 07:44 UTC