„Wir brauchen starke Volksparteien“, sagt Thomas de Maizière, „und zwar mehrere.“Bei CDU und CSU regt sich Applaus, bei der SPD aber auch. Nach einem Leben in der Politik und über einem Jahrzehnt im Bundestag tritt der 67-Jährige nicht mehr an. „Meine Bundeskanzlerin“ nennt de Maizière in seinen Dankesworten allen voran die Frau, die er als Vizesprecherin der letzten DDR-Regierung unter seinem Cousin Lothar kennengelernt hatte. De Maizière gab Helmut Kohl später den Tipp, sie als Familienministerin ins erste Kabinett der Einheit zu holen. Und wenn dem Politiker, Abgeordneten und Menschen de Maizière etwas so richtig gegen den Strich geht, dann sind das Vertreter von Institutionen, die mit diesen Institutionen bloß unernst herumspielen.
Source: Der Tagesspiegel June 10, 2021 19:41 UTC