Trump, Brexit, Erdogan: Warum wir heute den Irrsinn der Literatur brauchen - News Summed Up

Trump, Brexit, Erdogan: Warum wir heute den Irrsinn der Literatur brauchen


Das Zeitgeschehen ist so bizarr und unberechenbar, wie kein Schriftsteller es sich hätte ausdenken können. AnzeigeBisher schienen die Machtverhältnisse zwischen Realität und Fiktion geklärt: Die Realität war verständlich und überschaubar, der Schriftsteller derjenige, der sie aufnahm, mit ihr spielte, sie verfremdete und sie ihrer selbst entrückte. Niemand ist freier als der, der sich in sein Denken zurückzieht und sich aus ihm heraus der Welt widmet. Es ist daher beruhigend, dass kaum einer der Schriftsteller, die wir in der neuen „Literarischen Welt“ gefragt haben, wie sie mit dem Irrsinn dieser Tage umgehen, verkündet hat, sein Schreiben einzutauschen für die Kommentatorenrolle. Mit elegantem Widerspruchsgeist antwortete uns Peter Handke: Man sage immer, der Schriftsteller sei das Kind seiner Zeit – er sei aber der Meinung, ein Schriftsteller sei immer ein Kind der anderen Zeit.


Source: Die Welt March 18, 2017 10:12 UTC



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