Trump ist so ganz nach dem Geschmack der Polen – vor allem der nationalkonservativen Regierung in Warschau. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Barack Obama lobte der US-Präsident die enge Partnerschaft seines Landes zu Polen. Das wird die Regierung, die mit ihren Angriffen auf die Justiz und die Unabhängigkeit der Medien in der Kritik steht, innerhalb der EU zu neuer Angriffslust ermutigen. Trumps Warschau-Visite war also ein dreifacher Angriff auf Deutschland – wegen der deutschen Verteidigungsausgaben, der Aufstachelung in EU-Fragen und der drastischen Verschärfung der Tonlage zu Russland. Dabei meint sogar die regierungsnahe Zeitung „Rzeczpospolita“ (Republik), dass Polen sich nicht auf Trump verlassen sollte: „Trump, der Fanatiker und Fernseh-Profi, will, dass die Welt sieht, wie die Massen ihn hochleben lassen.
Source: Handelsblatt July 06, 2017 13:00 UTC