Tripolis Das auf der Berliner Libyenkonferenz bekräftigte Waffenembargo für das nordafrikanische Krisenland ist nach UN-Angaben von mehreren Gipfelteilnehmern gebrochen worden. Zwar benannte die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen für Libyen (UNSMIL) in ihrer Stellungnahme vom Samstag keine Verantwortlichen und ließ damit offen, wer das Embargo gebrochen habe. Allerdings stand in der Mitteilung, dass „mehrere Teilnehmer der Berliner Konferenz“ am „anhaltenden Transport ausländischer Kämpfer, Waffen, Munition“ und anderer militärischer Ausrüstung beteiligt gewesen seien. Für Deutschland ist die Stabilisierung des Landes auch von Bedeutung, weil viele Flüchtlinge von dort aus den Weg über das Mittelmeer nach Europa suchen. Erneut machten sich Dutzende Flüchtlinge von Libyen aus auf den Weg über das Mittelmeer.
Source: Handelsblatt January 26, 2020 15:11 UTC