Als der Präsident vergangene Woche den russischen Minister und den Botschafter empfing, hatte er gerade FBI-Chef James Comey gefeuert, der den Verdacht unlauterer Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam und dem Kreml untersuchte. Den Berichten zufolge prahlte Trump beim Treffen mit den russischen Gästen mit den Geheimdienstinformationen, die er jeden Tag erhalte. Laut der „Washington Post“ erwähnte der Präsident gegenüber Lawrow und Kisljak jene Stadt im IS-Herrschaftsbereich im Irak und in Syrien, aus der die Informationen über die Anschlagsvorbereitungen stammten. Die Erkenntnisse kamen nicht aus US-Geheimdienstquellen, sondern von einem befreundeten Staat, der die Weitergabe der Erkenntnisse an Russland nicht genehmigt hatte. Nun aber könne Russland erforschen, woher die Informationen stammten, und die Quelle aus dem Weg räumen, wenn Moskauer Interessen gefährdet seien.
Source: Der Tagesspiegel May 16, 2017 04:01 UTC