Stattdessen führt der frühere Vizepräsident nun in South Carolina bereits einen verzweifelten Kampf darum, seine Kandidatur irgendwie am Leben zu erhalten, seine Geldgeber und Verbündeten zu überzeugen, zu ihm zu halten. Rund 60 Prozent der demokratischen Wähler in South Carolina sind Afroamerikaner. Damit ist recht gut zusammengefasst, was Bidens Problem in South Carolina ist: Sein einst gewaltiger Vorsprung in den Umfragen ist zuletzt dahingeschmolzen, seine selbsternannte "Brandmauer" wankt. Das gilt auch für Allison Pryor, eine 57-jährige pensionierte Bewährungshelferin, die in Charleston im Nieselregen auf Bidens Auftritt an der Universität wartet. Dass Biden in South Carolina unter den schwachen Ergebnissen in den ersten Vorwahlen leiden werde, glaubt Allison Pryor nicht.
Source: Suddeutsche Zeitung February 25, 2020 08:03 UTC