In den USA geht die Medienaufsicht FCC vor dem Hintergrund von Beschwerden des US-Präsidenten Donald Trump gegen den Sender ABC vor. Die unter Kontrolle der regierenden Republikaner stehende Aufsichtsbehörde hatte im vergangenen Monat festgelegt, dass Talkshows nicht mehr als reine Nachrichtensendungen gelten. Damit entfällt für sie die Ausnahme von der Regel, wonach gegnerischen Kandidaten die gleiche Sendezeit eingeräumt werden muss („Equal Time Rule“). Bis Januar hatten sich Sender auf eine Entscheidung aus dem Jahr 2006 zur „Tonight Show“ von Jay Leno berufen können, die Talkshows weitgehende Freiheiten bei Gästeauswahl gewährte. Weder die FCC noch der Disney-Konzern, zu dem ABC gehört, wollten sich zunächst zu dem Vorgang äußern.
Source: Handelsblatt February 07, 2026 02:44 UTC