Von fundamentalistischem Islamismus an und in der Schule sprach die Kölner Bezirksregierung 2003 und wollte die Akademie schließen. Auch das ist ein Signal: Das Signal, dass sich das Königreich, das lange als Synonym für Reformstau galt, verändert. Der Wirbel um die salafistischen Umtriebe an der König-Fahd-Akademie ist offenbar tatsächlich nicht der Grund für die Schließung. Als die Akademie im Süden Bad Godesbergs vor 21 Jahren eröffnet wurde, war von einem „humanitären Projekt“ die Rede. Und Bärbel Dieckmann (SPD), damals Oberbürgermeisterin von Bonn, wünschte sich, die Akademie möge eine „feste Brücke für Toleranz und Dialogbereitschaft werden“.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung August 30, 2016 09:00 UTC