Die fünf größten Erdölkonzerne oder Branchenverbände haben einer Untersuchung zufolge seit 2010 mehr als 250 Millionen Euro für Lobbyarbeit bei der Europäischen Union ausgegeben. BP, Chevron, ExxonMobil, Shell und Total hätten in diesem Zeitraum 123,3 Millionen Euro in Lobbytätigkeiten investiert, heißt es in einem am Donnerstag vorgestellten Bericht mehrerer Umweltschutzgruppen. Erdöl- und Erdgas-Branchenverbände hätten zwischen 2010 und 2018 weitere 128 Millionen Euro ausgegeben. Pascoe Sabido vom Corporate Europe Observatory kritisierte, die Konzerne im Bereich fossiler Energien würden alles tun, um Klimaschutzmaßnahmen zu verzögern, abzuschwächen oder zu torpedieren. Total, ExxonMobil und Shell erklärten als Reaktion auf den Bericht, sie sähen sich den Zielen im Kampf gegen den Klimawandel verpflichtet.
Source: Neues Deutschland October 24, 2019 05:26 UTC