Die von Kurdenmilizen angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) beschuldigten die türkische Seite dagegen, die Öffnung eines humanitären Korridors für die umkämpfte Grenzstadt Ras al-Ain nicht zuzulassen. Aktivisten zufolge nahmen die von der Türkei unterstützten Rebellen Ras al-Ain am Samstag vereinzelt weiterhin unter Beschuss. Die Rebellen hätten zuvor einen Ärzte-Konvoi, der 38 verletzte Zivilisten und Kämpfer in Sicherheit bringen sollte, an der Einfahrt nach Ras al-Ain gehindert. Die Feuerpause soll den Kurdenmilizen Gelegenheit geben, sich aus einem Gebiet auf der syrischen Seite der Grenze zurückzuziehen, in dem die Türkei eine sogenannte Sicherheitszone errichten möchte. Aktivisten zufolge kam es wenige Stunden nach Verkündung der vorläufigen Waffenruhe rund um Ras al-Ain weiterhin zu Granatenbeschuss und Maschinengewehrfeuer.
Source: Handelsblatt October 19, 2019 13:18 UTC