Die Arbeitsproduktivität in Deutschland ist sehr hoch, für die Löhne gilt das aber nicht. In der Untersuchung geht es um die Entwicklung der Arbeitskosten in Deutschland, wozu neben den Bruttolöhnen auch der Arbeitgeberanteil an den Sozialbeiträgen sowie Aufwendungen für Weiterbildung und Steuern zählen. Im vergangenen Jahr gab es in der Privatwirtschaft ein nominales Plus von immerhin 2,5 Prozent - auf 33,60 Euro je Arbeitsstunde. In Folge der Lohnschwäche ist der reale Konsum seit Beginn der Währungsunion um lediglich 13 Prozent gewachsen, während sich die Exportwerte verdoppelten. Sein Kollege Horn findet es erfreulich, dass der Binnenkonsum dank der Lohnsteigerungen wichtiger geworden ist und Deutschland sich etwas von der Weltkonjunktur und den Exportschwankungen entkoppelt.
Source: Neues Deutschland July 10, 2017 14:37 UTC