Dort haben die venezolanischen Sicherheitskräfte drei Panzerwagen quer gestellt, sich verschanzt und die Tränengaswerfer durchgeladen. Offenbar dachte der 35 Jahre alte Politiker, die venezolanischen Sicherheitskräfte würden beim Anblick der Hilfskonvois und der flehenden Landsleute auf der kolumbianischen Seite die Lastwagen einfach passieren lassen. Es scheint tatsächlich so, als werde der Konflikt zwischen Maduro und Guaidó nun auf eine andere Ebene gehoben. Noch am späten Samstagabend twitterte der Oppositionschef, er bitte die internationale Gemeinschaft darum, „alle Optionen offenzuhalten, um Venezuela zu befreien“. Ein bürgerkriegsähnliches Szenario zur Lösung der Krise oder eine gewaltsame Intervention in Venezuela sind jetzt ein Stück wahrscheinlicher.
Source: Handelsblatt February 24, 2019 13:56 UTC