Der Name „Sächsische Begegnungsstätte“ verheißt Miteinander und Integration, und das sei auch genau so gemeint, sagt Saad Elgazar, ein freundlicher, schlanker, 50 Jahre alter Ägypter und Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft. „Die“, das sind Sachsens Verfassungsschützer, die die SBS überhaupt nicht harmlos finden, sondern als einen Ableger der radikalen islamistischen Muslimbrüder beobachten. Während es im Westen Alternativen für Muslime gebe, hätten die Muslimbrüder im Osten das Monopol und erwürben vor allem im ländlichen Raum Liegenschaften für Gebetsräume und Begegnungsstätten. „Wir haben keine Verbindungen zu Muslimbrüdern, und wir verbreiten kein ideologisches Gedankengut.“ Man kümmere sich nur um Gebete, Deutschkurse, Kindererziehung und muslimisches Verhalten. „Die MB lehnt demokratische Staatssysteme ab“, heißt es im Verfassungsschutzbericht 2015 des Landes Nordrhein-Westfalen, wo die IGD ihren deutschen Hauptsitz hat.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 10, 2017 20:26 UTC