Stanley Fischer gehört zu den renommiertesten und erfahrensten Geldpolitikern der ganzen Welt. Nun warnt er außergewöhnlich deutlich davor, die infolge der Finanzkrise geschaffen neuen Regeln für die Banken wieder zu lockern. Als „gefährlich und extrem kurzsichtig“ bezeichnete er entsprechende Vorhaben in einem Gespräch mit der angelsächsischen „Financial Times“ – und bezog sich besonders auf entsprechende Ansinnen der amerikanischen Regierung. Und ich finde das wirklich extrem gefährlich und extrem kurzsichtig.“Er unterstütze zwar, von kleinen Geldhäusern Regulierungsdruck zu nehmen, ganz und gar nicht aber von den großen, als systemrelevant angesehenen Banken. Fischer gab sein Interview kurz vor Beginn der jährlichen Notenbankkonferenz in der amerikanischen Stadt Jackson Hole.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung August 17, 2017 07:03 UTC