Von Schuld kontaminiertes Baugelände: Andreas Maier erzählt seine Familiengeschichte als bundesdeutschen Mafiaroman, in dem nichts so ist, wie es zunächst scheint. Lesen Sie auch Helene Bukowskis „Milchzähne“ Das Ende der Welt aus weiblicher SichtAnzeigeEin Meister dieses literarischen Transformationsprozesses ist Andreas Maier, der die räumliche Ordnung sogar zur Grundstruktur seines autobiografischen Romanzyklus gemacht hat, an dem er seit „Das Zimmer“ von 2010 kontinuierlich arbeitet. Wie alle Titel der Reihe hat auch „Familie“ einen Hintersinn, in diesem Fall den Beiklang des Mafiösen. Analog zum Aufbau des Zyklus erscheint erst das Haus, dann das ganze Grundstück und schließlich das ganze Land als von Schuld kontaminiertes Gelände. Andreas Maier: „Die Familie“.
Source: Die Welt July 01, 2019 00:33 UTC