Es dürfte als politisches Wunder durchgehen, dass die Verteidigungsministerin EU-Kommissionspräsidentin werden soll. Kommentar von Stefan KorneliusViele Kardinäle sind ins Konklave gezogen, Ursula von der Leyen war nicht dabei. Dass sie nun Präsidentin der Europäischen Kommission werden könnte, dürfte glatt als politisches Wunder durchgehen. Ob Ursula von der Leyen der größtmögliche Nenner all dieser Interessensverwalter darstellt, wird sich erst bei der Abstimmung im Parlament zeigen. Tatsächlich handelt es sich eher um die Mutter aller Machtkämpfe, die zur höchsten Anstrengung in der europäischen Königsdisziplin zwingt: den Kompromiss.
Source: Suddeutsche Zeitung July 02, 2019 18:11 UTC