Dass sich Nord- und Südlichter in der Union mal einig sind, kommt auch nicht alle Tage vor. Vier Tage vor dem CDU-Parteitag in Leipzig ist das zwar ein frommer Wunsch. Aber der Gleichklang zeigt doch: Wer in Leipzig der Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer oder der Kanzlerin Angela Merkel vors Schienbein treten will, muss es so anstellen, dass er nicht selbst ins Stolpern gerät. Also zum Beispiel nicht so wie Friedrich Merz, als der nach der Thüringen-Wahl Merkels Regierung als „grottenschlecht“ verdammte. Tatsächlich hätte eine Abstimmung in Leipzig mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine Niederlage geführt.
Source: Der Tagesspiegel November 18, 2019 16:41 UTC