In einer Rede auf Einladung des Wirtschaftsinstituts DIW und des Berliner Instituts für empirische Migrationsforschung begründete der SPD-Chef die Forderung, Integrationspolitik aus dem Innenministerium zu lösen, auch mit dem Minister. Seine Parteifreundin Aydan Özoguz, Beauftragte für Integration, erwähnte Schulz nicht, nur ihr Amt: Eine „Sonderbeauftragte im Kanzleramt“ reiche für die anstehenden Aufgaben nicht. Besonders wortkarg zum Thema sind etwa die beiden, die als quasi natürliche Koalitionspartnerinnen gelten, Union und FDP. Für die AfD ist das ausdrücklich Programm: „Anpassung ist die Aufgabe des Einwanderers, nicht der ,Gesellschaft‘ “, heißt es in ihrem Wahlprogramm. „Wer in Deutschland geboren ist, ist für uns deutsch, wenn ein Elternteil einen legalen Aufenthaltstitel besitzt“, schreiben die Grünen.
Source: Der Tagesspiegel August 16, 2017 06:56 UTC