Neu im Gremium ist auch der russische Energieminister Alexander Nowak, der vor wenigen Tagen im Interview mit der WELT betont hatte, dass Schröder mit seiner Erfahrung dem mehrheitlich staatlichen Unternehmen zu mehr Offenheit verhelfen und der Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen dienen könne. Für Schröder ist besonders die Erweiterung der Energiepartnerschaft wichtig. Auch der Rosneft-Konzern, der übermäßig stark mit China verbunden ist, sucht Wege, um sich näher an Europa anzukoppeln. Für einen Konzern, der selbst auf der Sanktionsliste der EU und dessen Chef auf der Sanktionsliste der USA steht, ist das nicht leicht. Rosneft sitzt auf nachgewiesenen Reserven von 46 Milliarden Barrel Erdöläquivalent – das ist doppelt so viel wie bei Exxon.
Source: Die Welt September 29, 2017 17:40 UTC