Über fragwürdige Aktiengeschäfte rund um den Dividendenstichtag, Cum-Ex genannt, sollen Banken und andere Finanzunternehmen den Fiskus über Jahre um hohe Milliardenbeträge betrogen haben. Die Hamburger Privatbank M.M. Warburg, die in diesem Sachverhalt schon länger im Visier der Ermittler steht, erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Bank und verklagt sie wegen ihrer Rolle als Depotbank auf Schadensersatz. Warburg zu einer Steuernachzahlung von 46 Millionen Euro zuzüglich Zinsen verdonnert, welche die Privatbank nun von der Deutschen Bank erstattet sehen will. In den konkreten Geschäften war die Frankfurter Großbank demnach als Depotbank für einen ausländischen Geschäftspartner von Warburg tätig.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung January 10, 2019 18:22 UTC