Die jüngsten Kooperationspartner sollen Rumänien und die Tschechische Republik werden; beide wollen Teile ihrer Heerestruppen in die Kommandostruktur der Bundeswehr einbinden, um dadurch selbst Ausbildungsvorteile und Führungserfahrung zu gewinnen. Gleichzeitig setzt das Verteidigungsministerium ein Modernisierungssignal mit der Absicht, die Schützenpanzer Marder nun doch schneller als beabsichtigt vollständig durch neue Waffensysteme zu ersetzen. Folgen:Lange Zeit war, abgesehen von der Beteiligung deutscher Soldaten an Nato-Stäben und wenigen Nato-Einheiten, die internationale Ausrichtung der Bundeswehr auf die Zusammenarbeit mit Frankreich in der deutsch-französischen Brigade beschränkt. Ihre Gründung folgte 1989 vor allem politischen Motiven: Den Sorgen vor der Stärke eines wiedervereinten Deutschlands sollte mit der Verschränkung der militärischen Macht beider Länder begegnet werden. Mehr zum ThemaDie enge Kooperation der Bundeswehr mit den niederländischen Streitkräften, die sich seit den neunziger Jahren entwickelte, hatte hingegen vorrangig militärisch-praktische Gründe.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 10, 2017 09:45 UTC