Nach Protesten von Autoren und Holocaust-Überlebenden ist ein Verlag von Italiens wichtigster Buchmesse in Turin ausgeschlossen worden, weil er einer neofaschistischen Partei nahe steht. Der Gründer des Verlags Altaforte hatte sich offen zum Faschismus bekannt und gesagt, dass der Antifaschismus Italiens größtes Übel sei. Die Stadt Turin und die Region Piemont forderten die Messeorganisatoren daher auf, dass der Verlag nicht teilnehmen dürfe, „weil er die Werte, zu denen sich der „Salone del Libro“ bekennt“, angegriffen habe. In dem Verlag erscheint unter anderem ein Interviewband mit Italiens umstrittenem rechtem Innenminister Matteo Salvini von der Lega-Partei. Der macht seit seinem Amtsantritt Stimmung gegen Migranten und spielt oft mit Anspielungen auf die Zeit des Faschismus in Italien.
Source: Der Tagesspiegel May 09, 2019 11:26 UTC