Nach Weihnachten ist vor Weihnachten – das ist der Schreckensruf all jener, die mit dem Ritual nicht zurechtkommen, die bei lustig flackernden Kerzen an Atemnot denken und bei Geschenken an die Warteschlangen beim Umtausch. Dieser soziale Druck, der ja ein Kernelement der deutschen Leitkultur darstellt, steigert sich praktisch vom 1. Januar an und ist im Spätherbst bereits auf einem hohen Stand der Unerträglichkeit angelangt. Jeder deutsche Haushalt wird sich das Fest 2017 im Durchschnitt 484 Euro kosten lassen, teilt uns die Unternehmensberatung Deloitte soeben mit. Und ist die nicht sowieso das Schönste am Fest?
Source: Der Tagesspiegel October 20, 2017 17:15 UTC