Bevor das Gipfeltreffen offiziell begonnen hat, gehen Bilder um die Welt, die die Bundesregierung und Hamburgs Bürgermeister Scholz tunlichst vermeiden wollten. "System Change, no Climate Change" ist die Aufschrift eines typischen Plakats - hier marschieren jene, die das kapitalistische System grundsätzlich ablehnen. Von 19 Uhr an sollte es über die Landungsbrücken und die Reeperbahn durch die Stadt gehen - bis zum Sieveking-Platz, 300 Meter entfernt von den Messehallen, wo sich die Staats- und Regierungschefs der G 20 treffen. Die Polizei setzt neben Wasserwerfern auch Reizgas ein, das die vielen Schaulustigen zum Husten bringt. Es sollte bis tief in die Nacht andauern, bis es halbwegs ruhig wird und die Gesänge der Schaulustigen ebenso verstummen wie die Sirenen der Polizei- und Rettungswagen.
Source: Suddeutsche Zeitung July 07, 2017 03:27 UTC