Bild: Marcus KaufholdEiner der meistgesuchten Hintermänner des Völkermordes in Ruanda ist nach 26 Jahren in Paris festgenommen worden. Der Prozess gegen Félicien Kabuga könnte auch neues Licht auf ein dunkles Kapitel der französischen Afrika-Politik werfen. Im Rollstuhl hat sich Félicien Kabuga in den Gerichtssaal der Untersuchungskammer des Pariser Berufungsgerichts schieben lassen. Auf „Völkermord“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ lautet die Anklage aus dem Jahr 1998 gegen den früheren Geschäftsmann, der mit seinem Vermögen den Völkermord in Ruanda 1994 finanziert haben soll. Kabuga zählte zudem den Gründern des Senders „Freies Radio und Fernsehen Tausend Hügel“, der zu Hass auf die Tutsi anstachelte.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 29, 2020 09:00 UTC