Februar 1918, schlossen die Ukraine und die Mittelmächte Deutschland und Österreich den ersten Friedensvertrag des Ersten Weltkriegs: den Brotfrieden. Mit dem Friedensschluss erkannten die Mittelmächte die Unabhängigkeit der Volksrepublik Ukraine an, die sich im Januar 1918 vom revolutionären Russland gelöst hatte. Im Zuge des 100-Jahre-Jubiläums versucht die ukrainische Politik, die Erinnerung an den Brotfrieden und die Volksrepublik wieder verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Erinnerungspolitik ist in der neuen Ukraine wieder wichtigSeit die Ukraine 1991 unabhängig geworden ist, war Erinnerungspolitik immer wieder ein wichtiges Thema. „Lange wurde die Volksrepublik im kollektiven Gedächtnis der Ukraine vom Holodomor überlagert – und von der Gewalt des Zweiten Weltkrieges“, sagt Hryzak.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 13, 2018 13:07 UTC