Die unkonventionellen Elemente der Geldpolitik seit Ausbruch der Finanzkrise haben ihre Ziele bis heute überwiegend erfüllt. Die Ergebnisse der Untersuchung sind gerade angesichts der nicht zuletzt in Deutschland verbreiteten Kritik an der Geldpolitik der EZB von besonderem Interesse. Unter unkonventioneller Geldpolitik werden vier Instrumente verstanden: Ankaufprogramme für Vermögensgüter (zumeist Anleihen), negative Leitzinsen, große und meist langfristige Kreditprogramme für Geschäftsbanken sowie Informationen über die künftige Ausrichtung der Geldpolitik („Forward Guidance“). Keine geldpolitischen Allzweckwaffen„Die allgemeine Botschaft lautet, dass unkonventionelle Geldpolitik den Zentralbanken half, sich mit der Sachlage zu befassen, die sich aus der Krise und dem anschließenden wirtschaftlichen Abschwung ergab“, heißt es in der Untersuchung. Ihre Effektivität wird wesentlich gesteigert, wenn sie im Rahmen einer Strategie eingesetzt werden, die andere Arten von Politik einschließt.“Gefragt seien Arten von Politik, die unerwünschte Nebenwirkungen der Geldpolitik dämpfen sowie die positiven Wirkung der Geldpolitik steigern können.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 07, 2019 18:33 UTC