Demnach war eine neuerliche Attacke von Leerverkäufern gegen den in Aschheim sitzenden Zahlungsdienstleister geplant – und dazu sollte mit einem Millionenbetrag negative Presseberichterstattung gekauft werden. Diese Erkenntnisse sind nun Teil der Ermittlungen wegen Markmanipulation, die die Staatsanwaltschaft München nach der ersten Shortattacke gegen Wirecard vor einigen Wochen gestartet hat. Damals hatte die britische „Financial Times“ über den Verdacht des Betrugs bei Wirecard in Singapur berichtet und damit den Aktienkurs des Dax-Neulings massiv ins Minus getrieben. Die geplante neue Attacke auf Wirecard und der Versuch, die Medienberichterstattung mit Geld zu beeinflussen, haben beim Leerverkaufsverbot der Bafin eine Rolle gespielt. Dazu zählen laut Allgemeinverfügung der Bafin die hohen Leerverkaufspositionen gegen Wirecard sowie die Bedrohung des Marktvertrauens in Deutschland.
Source: Handelsblatt February 24, 2019 14:37 UTC