Bei der Aufarbeitung des Wirecard-Skandals haben das Finanzministerium und die Anti-Geldwäsche-Einheit des Bundes (FIU) neue Vorwürfe über Versäumnisse zurückgewiesen. Finanzstaatssekretär Rolf Bösinger sagte am Dienstag als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Bundestags, Vorwürfe, er habe Informationen manipuliert oder Dinge vorenthalten, entbehrten jeder Grundlage: »Ich weise die Vorwürfe zurück, sie sind blanker Unsinn.«Weder habe er manipuliert, noch das Parlament getäuscht, noch Informationen frisiert, sagte Bösinger. Der inzwischen insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard hatte im Sommer 2020 eingeräumt, dass 1,9 Milliarden Euro aus der Bilanz »nicht aufzufinden« waren. Die Opposition sieht beim Wirecard-Skandal ein »kollektives Aufsichtsversagen«, wie es in einem Sondervotum von FDP, Grünen und Linken zum Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses heißt. Das Finanzministerium hat die Aufsicht über die Bafin.
Source: Junge Welt June 08, 2021 17:48 UTC