Nach dem Verbot des Pflanzenschutzmittels Chlorpyrifos in der Europäischen Union sollen demnächst auch keine Früchte mit Rückständen der Chemikalie mehr verkauft werden dürfen. Dafür sprach sich eine Mehrheit der EU-Staaten am Dienstag aus, wie es aus EU-Kreisen hieß. Demnach darf nach einem Übergangszeitraum von drei Monaten keine Ware mit nachweisbaren Spuren des Mittels angeboten werden. Chlorpyrifos wurde jahrzehntelang gegen Schädlinge in der Landwirtschaft eingesetzt, doch steht es im Verdacht, Erbgut und Nerven bei Kindern zu schädigen. Die Bundesregierung müsse sich dafür einsetzen, die Chemikalie auf die sogenannte POP-Liste der weltweit geächteten Gifte der Stockholm Convention zu setzen.
Source: Handelsblatt February 18, 2020 13:07 UTC