Früher hatte mich nie gestört, dass jedes Jahr die riesige Wiese zwischen den Landebahnen auf dem Tempelhofer Feld mit rot-weißem Flatterband abgesperrt wird, damit der Vogel ungestört brüten kann. Vergrößern Spaziergänger auf dem Feld © Kitty Kleist-HeinrichWeitere Erkenntnisse, die ich während der Pandemie auf dem Tempelhofer Feld erlangte: Bei dem weithin sichtbaren Gebäude, aus dem früh am Abend grelles grünes Neonlicht strahlt, handelt es sich um nichts Spektakuläres, bloß ein Selfstorage-Lagerhaus jenseits der Autobahn. Keine Ahnung, wie er aufs Feld gekommen war und was mit ihm passierte, ich habe den Esel nie wieder gesehen. Inzwischen weiß ich auch: Das Tempelhofer Feld ist groß genug für alle, selbst im Corona-Jahr. Mehr zum Thema Zehn Jahre Tempelhofer Feld Feldforschung in PandemiezeitenAußerdem erschienen in unserer kleinen Spaziergangsserie: Der Tegeler Forst, die Ecke vom Neuköllner Thomas-Friedhof bis zum Körnerpark, der Teufelsberg, die Halbinsel Stralau, der südliche Teil des Großen Tiergarten und das Tempelhofer Feld.
Source: Der Tagesspiegel June 16, 2020 10:52 UTC