Zur politischen Ökonomie von Sezessionen - News Summed Up

Zur politischen Ökonomie von Sezessionen


Nach der Prodi-Doktrin führt ein Austritt einer Region aus einem Mitgliedstaat zwangsläufig zu einem Austritt aus der EU. Dies gilt für kleine Länder mehr als für große, die Vorteile durch die eigene Marktgröße haben. Die Frage, warum die EU ehemaligen Mitgliedern, die durch die Abspaltung von ihren ehemaligen Zentralstaaten aus ihr austreten müssen (ohne dies zu wollen), schlechtere Marktzugangskonditionen als Drittländern gewährt, entzieht sich jeglicher pragmatischer Überlegungen. Nun kann man einwenden, dass die EU durch diese Politik in Europa Stabilität erzeugen will, indem sie Sezessionen entgegenwirkt. Doch dann stellt sich die Frage, warum die EU Länder aufnimmt, die durch einseitige Sezessionen erst kürzlich entstanden sind (wie etwa Slowenien), oder solche Länder anerkennt (wie etwa Montenegro).


Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung November 20, 2017 13:52 UTC



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