Schon im November vergangenen Jahres hatten die türkisch-zyprischen Behörden einen Teil der Stadt für Tagesbesucher geöffnet, was bereits massive Proteste aus der internationalen Gemeinschaft auslöste. So verabschiedete das EU-Parlament mit großer Mehrheit eine Resolution, die das Vorgehen der nordzyprischen Behörden in Varosha als Verstoß gegen UN-Resolutionen verurteilte. Sein Vorgänger hatte sich noch deutlich offener gezeigt für die Perspektive einer Föderation aus zwei Bundesstaaten, wie sie die UN-Resolutionen anstreben. "In Maras" - so heißt Varosha auf Türkisch - werde "eine neue Ära beginnen, von der alle profitieren", sagte Erdoğan am Dienstag vor Ort. Das werde nun wieder dadurch erschwert, "dass gerade mit Blick auf Zypern der türkische Präsident abweichend von den UN-Resolutionen ausschließlich auf eine Zweistaaten-Lösung setzt", so Merkel.
Source: Suddeutsche Zeitung July 23, 2021 16:57 UTC